EDGE
EDGE - Die Verbindung für mobiles Internet einfach erklärt
EDGE ist die Abkürzung für Enhanced Data Rates for GSM Evolution. Mittels der EDGE Technik konnten die Datenraten im GSM-Netz, dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation, extrem erhöht werden. Die neueste Technologie der Mobilfunkstandards basiert allerdings auf UMTS (3. Generation) sowie HSDPA (3,5 Generation).
Handys oder mobile Datenkarten für den Laptop können heute nahezu allerorts auf das Internet zugreifen. Will oder muss man dabei auf UMTS verzichten, kann man dies auch mit GSM-Netzen problemlos gewährleisten. Um dabei in etwa die Down- auf 200 kBits pro Sekunde und Upstream-Geschwindigkeiten auf 100 kBits pro Sekunde zu erhöhen, verwendet der User EDGE. Zumal EDGE vergleichsweise dreimal schneller als ISDN aus dem Festnetz ist.
Ähnlich wie GPRS kann auch EDGE die Daten in gebündelten Paketen versenden, die dann beim Empfänger wieder als Ganzes ankommen. Auf diese Weise werden die Mobilfunkzellen besser genützt bzw. weniger belastet. Voraussetzung sind natürlich EDGE fähige Geräte. Doch die meisten modernen Mobilfunktelefone unterstützen EDGE bzw. können entsprechend nachgerüstet werden.
Etwas schwer tut sich EDGE bei größeren Downloads bzw. Uploads, bei Videostreams, teilweise beim Laden von bestimmten Webseiten, bei einzelnen Games und dergleichen mehr. Der Empfang kann dabei manchmal etwas erschwert bzw. verzerrt sein.
Im Moment bieten innerhalb der Bundesrepublik hauptsächlich T-Mobile und eingeschränkt auch Vodafone EDGE an. Vodafone vortrefflich in Gebieten, wo deren UMTS-Netz nur schwach oder gar nicht funktioniert. Doch die anderen Provider (z.B. O2, usw.) ziehen Stück für Stück nach. Wobei erwähnt werden muss, dass der Ausbau der EDGE Technologie sowie deren Nutzung in Deutschland noch ganz frisch ist. Im Jahre 2006 begann T-Mobile damit und 2008 wurde erstmals eine weitgehende Flächendeckung erzielt.
Doch seit EDGE seitens der Provider gepuscht wird, entwickelt es sich kontinuierlich weiter. Das neue EDGE Evolution ermöglicht bereits noch höhere Datenübertragungsraten.
Selbst im Ausland steht EDGE an einigen Orten zur Verfügung. Rein Europa weit kann auf EDGE in Italien, Österreich, der Schweiz, Kroatien, Frankreich, Dänemark, Lichtenstein, Luxemburg, Polen, Litauen, Tschechien, der Türkei, Slowakei, usw. zurückgegriffen werden. Insgesamt gibt es auf der Welt über 250 Mobilfunknetze, welche EDGE unterstützen. Vorsicht ist allerdings beim Kostenpunkt gegeben. Es empfiehlt sich, bei Reisen bereits im Vorfeld eine Gebührenauskunft des jeweiligen Landes einzuholen.
Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sind die Gebühren für EDGE absolut vergleichbar mit GPRS bzw. größtenteils auch mit UMTS oder HSDPA. Die Auswahl besteht in der Regel zwischen Volumentarifen und Zeittarifen. Die Abrechnung kann dann über reguläre Handyverträge oder bei einigen Anbietern auch über die beliebten Prepaidkarten erfolgen.