GPRS
GPRS - Die Verbindung für mobiles Internet einfach erklärt
General Packet Radio Service, kurz GPRS, ist eine Mobilfunktechnik, die ihren eigentlich technischen Höhepunkt vor Einführung von UMTS erlebte. Heute wird sie jedoch noch immer zum paketorientierten Datentransfer (Zerlegung großer Datenvolumen in mehrere kleine Datenpakete, die wiederum als Ganzes ankommen) benutzt.
Dies bedeutet, dass nur während der tatsächlichen Datenübertragung eine Verbindung zum Empfänger aufgebaut wird. Bzw. der gegengleiche Datentransfer, sprich der Datenempfang, auf diese Weise stattfindet. Dabei kann eine Sendestation gleichzeitig mehrere Empfänger bedienen. Aufgrund dieser Technologie basiert die Tarifabrechnung nicht auf die Verbindungsdauer, sondern vielmehr auf die versandte Datenmenge. Weiterhin gewährleistet GPRS dabei eine perfekte Ausnutzung der jeweils gesamten Mobilfunkzelle.
Einst verhalf GPRS dem mobilen Internet zum Durchbruch. Schließlich purzelten dann auch die Preise soweit, dass sogar dem Normalverbraucher ermöglicht wurde, mittels Handy einen Internetzugang bezahlbar gestalten zu können. Selbst Discounter haben sich damals an diese Entwicklung angehängt und die Preisgestaltung nochmals für die Nutzer absolut positiv beeinflusst.
Die heute im Mobilfunk namhaften Provider bieten allesamt ihren Kunden GPRS. Hierzu zählen z.B. T-Mobile, Vodafone, E-Plus, O2, Fonic, 1&1, usw. Kauft man bei diesen Anbietern ein Mobiltelefon bzw. schließt einen Vertrag hierzu ab, sind die Handys im Regelfall bereits mit GPRS konfiguriert und können den Service sofort nutzen.
Bei Handys aus dem freien Handel muss die Konfiguration (entweder direkt am Handy oder mittels PC-Software) manchmal noch durch den Nutzer selbst vorgenommen werden. In den zugehörigen Bedienungsanleitungen lassen sich die Einwahldaten ausfindig machen.
GPRS stand stets im direkten Zusammenhang mit GSM (Global System for Mobile Communications), einem Mobilfunkstandard der zweiten Generation. Im Vergleich hierzu stellt das im Moment aktuelle HSDPA bereits die 3,5 Generation dar. GPRS wurde innerhalb der GSM-Netze verwendet, benötigt aber meist noch weitere Netzsysteme. Sein Vorteil bestand in der Kanalbündelung der GSM-Zeitschlitze.
Alle modernen Mobiltelefone unterstützen inzwischen den GPRS. Notwendig unter anderem zum Versand von MMS und anderen Kurznachrichten, zur Betrachtung von WAP Seiten, als Verbindungsglied des Handys zu den Computern, wo sie als eine Art Modem funktionieren und dergleichen mehr. Als Schnittstellen werden meist USB oder Bluetooth verwendet. Weiterhin stehen im Hardware-Bereich die GPRS Mobilkarten für z.B. den Laptop zur Verfügung, usw.
Der Nachteil des GPRS ist eindeutig darin zu sehen, dass keine kontinuierlichen Datenübermittlungswege zur Verfügung stehen. Wer also mittels GPRS ein Internetradio, Videostreams, Games und ähnliches mehr nutzen möchte, wird kaum Freude daran haben. Im Gegenzug ist die Verbindung mit GPRS aber immer online. Bedeutet, dass keine extra Einwahl notwendig ist = always-on Funktion.