Allnet-Flat – Schritt für Schritt zum richtigen Tarif finden

Sind das nicht unsere liebsten Tarife? Unbegrenzt mit Freunden telefonieren, so viele SMS schreiben, wie man möchte – falls man gerade einmal kein Netz hat und wenn man Netz hat, dann unbegrenzt surfen und Videos schauen und Musik streamen. So die Theorie im Falle einer Allnet-Flat. In der Praxis sieht die Sache allerdings häufig ganz anders aus.

Allnet-Flat: Warum sich vergleichen lohnt

Wie gesagt: In der Theorie klingt die Sache mit der Allnet-Flat nicht verkehrt. Leider sieht die Praxis – wie so häufig – etwas anders aus. Das „unbegrenzte“ Datenvolumen ist auf 500 MB beschränkt und die Telefon-Flatrate reicht dann doch nur für 300 Minuten. Meist lassen wir uns von Werbeanzeigen oder auch Empfehlungen von Freunden zu einem bestimmten Tarif und Anbieter locken. Das kann aber teuer werden. Wer vorab die verschiedenen Tarife und vor allem auch ihren Umfang miteinander vergleicht, kann bares Geld sparen und noch dazu die Option finden, die wirklich zu einem passt. Nicht jeder braucht beispielsweise eine Telefon-Flat ins EU-Ausland. Stattdessen sind Mobile Daten in größerem Umfang, also ab 2 GB aufwärts gerne gesehen. Solche Tarife gibt es auch und meist auch schon relativ günstig. Man findet sie aber entweder nur zufällig, oder durch einen zuverlässigen Vergleich.

Allnet-Flat: Vorab den eigenen Bedarf klären

Um den Vergleich bestmöglich durchzuführen und eben auch zu den Ergebnissen zu kommen, die einen wirklich weiter bringen, sollte man vorab unbedingt klären, was man eigentlich braucht. Das beutetet konkret:

  • Wie viele SMS werden im Monat durchschnittlich geschrieben?
  • Wie oft und vor allem auch in welchem Umfang nutzen Sie das mobile Internet?
  • Wie oft telefonieren Sie mit Ihrem Smartphone und wie viele Anrufe ins EU Ausland sind dabei?

Wenn Sie bei der Beantwortung dieser Fragen feststellen, dass Sie so gut wie nie SMS schreiben und noch weniger ins Ausland telefonieren, muss eine Allnet-Flat nicht unbedingt der richtige Tarif für Sie sein. User, die das Smartphone hauptsächlich zum Surfen und verschicken von WhatsApp Nachrichten nutzen, könnten unter Umständen mit einer Allnet-Flat zu viel bezahlen. In diesem Fall lohnt sich eher ein Tarif, bei dem man in großem Ausmaß das Internet nutzen kann. Doch es kommt noch auf mehr an.

Anbieter nach Standort der Hauptnutzung wählen

Was bei der Suche nach dem passenden Tarif und Anbieter ebenfalls nicht unterschätzt werden sollte, ist der eigene Wohnort. Grundsätzlich gibt es in Deutschland drei Mobilfunknetze zwischen denen Sie die Auswahl haben:

  • D1 (T-Mobile Tarife)
  • D2 (Vodafone Tarife)
  • E-Netz (O2 Tarife

und mitunter kann es hier deutliche Unterschiede nicht nur bei der Netzabdeckung, sondern auch in Bezug auf die Geschwindigkeit geben. Und das ist vor allem beim mobilen Internet ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Eine Untersuchung von Stiftung Warentest kam zu dem Ergebnis, dass gerade die D-Netze vor allem in ländlichen Gebieten mit einer größeren Abdeckung und schnellerer Geschwindigkeit überzeugen können.

Für User bedeutet das, dass es sich durchaus lohnen kann, vielleicht etwas mehr für den Tarif auszugeben, dafür aber auch Videos und Musik ohne Unterbrechungen ansehen zu können.

Daher: Checken Sie vor dem Abschluss eines neuen Vertrages, ob Allnet-Flat oder nicht, unbedingt, wie es mit der Netzabdeckung in Ihrer Wohngegend aussieht. Relevant ist dieser Abgleich meist nur für diejenigen Gebiete, die sich außerhalb großer Ballungsräume befinden. In der Stadt oder auch in den städtischen Ballungsräumen nehmen sich die verschiedenen Netze nicht viel.

Vertragslaufzeit und Smartphone

Allnet Flat - Schritt für Schritt

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Zwei wesentliche Faktoren, die die monatlichen Zahlungen ganz schön in die Höhe treiben können, sind die Vertragslaufzeit und ein neues Smartphone.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einen neuen Vertrag abzuschließen, können Sie viel Geld sparen, wenn der über 24 Monate läuft. Anbieter sind nämlich sehr daran interessiert, ihre Kunden längerfristig zu binden und bieten daher vergünstigte Konditionen an, wenn Verbraucher sich darauf einlassen. Konkret heißt das: Wer einen Vertrag mit einer Laufzeit über zwei Jahre bei einem bestimmten Anbieter abschließt, wird im Vergleich zu einem Vertrag mit monatlicher Kündigungsoption, oder gar einer Prepaidkarte, bessere Konditionen bekommen.

Fazit: Wenn sie sich vorstellen können, längerfristig bei einem bestimmten Anbieter zu bleiben, sollten Sie sich vertraglich binden. Sind Sie sogar Neukunde bei diesem Anbieter winken auch noch satte Rabatte. So werden die Kosten für die Rufnummernübernahme in den meisten Fällen von dem neuen Anbieter übernommen.

Verträge mit einer bestimmten Vertragslaufzeit kommen häufig mit einem neuen Smartphone. Das ist auch ganz nett. So kann man sich alle zwei Jahre, also dann, wenn sich der Vertrag dem Ende zuneigt (Achtung, unbedingt vorher kündigen!) ein neues Smartphone aussuchen.

Was aber zunächst wie ein nettes Angebot des Anbieters aussieht, ist auf den zweiten Blick häufig ein nicht mehr ganz so tolles Geschäft. Der Anbieter schenkt seinen Kunden nämlich nicht in regelmäßigen Abständen ein neues Smartphone, sondern lässt sich das bezahlen.
Wer die monatlichen Gebühren vergleicht, wird das schnell merken. Da kostet genau der gleiche Vertrag, mit dem gleichen Umfang und Leistungen mit einem neuen Smartphone gleich mal einige Euro mehr als ohne.

Auch hier gilt daher vorab: Brauchen Sie das neue Smartphone wirklich alle zwei Jahre, oder können Sie sich vorstellen, das Handy auch mal drei Jahre am Stück zu nutzen? Das ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, denn das ist nicht nur gut für die Umwelt, den Geldbeutel freut es auch noch.

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