Erfahrungsbericht Direct mobile Surf-Stick

Im Jahre 2008 habe ich das Direct Mobile Surfstick Angebot getestet. Inzwischen existiert das Angebot nicht mehr. Meinen Erfahrungsbericht könnt ihr hier aber noch nachlesen.

Um unterwegs online zu gehen, braucht es neben einer Verbindung zum Internet auch die passende Hardware. Immer beliebter werden dabei Netbooks, die kleinen und leichten Brüder der Notebooks. Dann noch einen UMTS-Surf-Stick und einen Datenvolumenvertrag und schon ist man unabhängig von DSL und Standort.

Genau diesen Trend zum mobilen Internet nutzt nun der UMTS-Datentarif-Anbieter Direct mobile, indem er eine günstige monatliche Flatrate mit dem UMTS-Surf-Stick Huawai E172 von Vodafone vermarktet. Denn die Hardware gibt es in diesem Monat noch kostenlos dazu, ebenso entfallen die einmaligen Anschlussgebühren und Versandkosten. So bleibt nur noch die monatliche Grundgebühr übrig und selbst die ist in diesem Angebot noch einmal um 5 Euro auf 29,95 Euro reduziert.

Der Direct mobile Vertrag und Tarif
Da der Vertrag über 24 Monate läuft, beläuft sich die Ersparnis dieses Sonderangebots von Direct mobile zum normalen Tarif um 280,90 Euro. Besonderes Argument ist der direkte Vergleich zu den anderen großen Anbietern von paketvermittelten Datentarifen. Auch da sind die Ersparnisse nicht zu verachten.

Der Direct mobile Tarif wird in Verbindung mit der Vodafone Mobile Connect Flat angeboten. Der eigentliche Vertrag besteht also mit Vodafone bzw. The Phone House. Das ist daher wichtig zu wissen, da man damit auch die gleichen Rahmenbedingungen hat, wie bei Vodafone. Das heißt zum einen die Laufzeit von 24 Monaten, zum anderen aber auch die Fair-Flat-Regelung und das Unterbrechen der Verbindung nach 24 Stunden.

Fair-Flat bedeutet so viel, dass man ab einem bestimmten Datenvolumen im Monat auf GPRS beschränkt wird, anstatt zusätzliche Kosten zu haben. Bei Direct mobile beginnt die Drosselung bei 5 GB, genauso wie bei Vodafone. Wenn man ganz normal surft, ohne Filme herunter zu laden, reichen 5 GB aber locker aus, um über den Monat zu kommen. Sie werden sich schon anstrengen müssen um Überhaupt an 1 GB heranzukommen.

Die Bestellung der SIM-Karte und des Surf-Sticks erfolgt über das Internet. Sie verlief während meiner Testbestellung reibungslos.
Hinter Direct mobile steckt ja der Handyvertragsvermittler The Phone House. Mit diesem kommt letztendlich der Vertrag zustande. Der Vertrag kam schon nach 2 Tagen zu mir ins Haus und musste dann nur noch per Post-Ident-Verfahren in einer Postfiliale bestätigt werden. Die Postfrau kannte das ganze Prozedere schon und hat alles für mich abgewickelt. Super!

Der Surf-Stick – Hardware und Verbindungsgeschwindigkeit
Der E172 von Huawai ermöglicht in Städten Geschwindigkeiten von 2 bis 2,5 Mbit/s. Von Seiten der Hardware selbst sind sogar bis zu 7,2 Mbit/s möglich. Auch im Upload sind dank HSUPA Raten bis zu 2,1 Mbit/s hardwareseitig machbar. Das diese in der Regel nicht erreicht werden, liegt vor allem an den deutschen Funknetzen. So ist etwa HSDPA von Vodafone nur für 3,6 Mbit/s ausgelegt. Bei den Uploads sind es maximal 1,45 Mbit/s. Da das Netz von Vodafone aber kontinuierlich ausgebaut wird, sind auch die schnellen HSDPA-Verbindungen bald zumindest in den dichter besiedelten Regionen flächendeckend möglich.

Das Netz von Vodafone sei an dieser Stelle noch mal positiv erwähnt. In meinen Tests stellte es sich bisher als das Beste UMTS-Netz heraus!

Einen Abstrich muss man wohl bei UMTS machen. So sind die besten Verbindungen eher draußen möglich, da Gebäude die hohen Frequenzen von UMTS abschirmen können. Die Verbindungen in öffentlichen Gebäuden sind auf jeden Fall etwas langsamer.

Der Vodafone Surf-Stick wird von folgenden Betriebssystemen unterstützt: Windows 2000 (ab SP4), XP (ab SP2) und Vista und Mac OS X (10.4). Im Internet finden sich für diesen Stick mittlerweile auch Lösungen für Linux.

Direct mobile Software
Die Software für das Einloggen über die SIM-Karte von Direct mobile und die Nutzung des Sticks ist vorinstalliert. Analog zum Handy muss man die SIM-Karte frei schalten lassen und sich dann mit der mitgelieferten PIN anmelden. Die SIM-Karte wird in den Surf-Stick vor Anschluss über den USB eingelegt.

Über die Software kann die Verbindungsart einmal manuell gewählt werden und der Surf-Stick sucht dann nach der Verfügbarkeit. Anders kann man die automatische Suche nutzen, dabei wählt sich das UMTS-Modem dann ins schnellste verfügbare Netz von Vodafone ein.

Mein Fazit:
Für den Tarif von Direct mobile spricht im direkten Vergleich mit anderen Anbietern die günstige Grundgebühr, aber auch, dass man hier das UMTS-Modem bzw. den Surf-Stick kostenlos bekommt. Die Bindung von 24 Monaten ist auch bei anderen Anbietern durchaus üblich, da muss man aber den UMTS-Surf-Stick noch bezahlen (günstiger sind derzeit nur O2 und mobook).

Man sollte allerdings die Kündigungsfristen bei Direct mobile im Auge behalten, denn ohne rechtzeitige Kündigung verlängert sich der Vertrag um 12 Monate. Da es sich derzeit um eine Sonderaktion handelt, können bei Verlängerung teurere Konditionen möglich sein.

Ein weiteres Plus ist das Netz von Vodafone, in dem schnelles Surfen möglich ist und man durchaus einen Ersatz zu DSL hat. | Für alle Details bitte hier klicken… (Update: Auch Direct Mobile hat sein Angebot inzwischen eingestellt)
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