Erfahrungsbericht MoobiCent Surf-Stick

Schon eine ganze Weile am Markt ist der Anbieter MoobiCent, der eine Datenflatrate für UMTS mit einer Mindestvertragslaufzeit sowie der nötigen Hardware anbietet. Im Vergleich zu anderen Anbietern ist MoobiCent mit einer monatlichen Gebühr von 29,95 Euro (mobileDSL flat Tarif) nicht gerade günstig, aber man surft mobil über das Vodafone Netz. Daher hier ein kleiner Erfahrungsbericht.

MoobiCent ist eine Kooperation von RadiCents und Vodafone. Es gibt zwei Laufzeitverträge mit einer Fair-Flat-Regelung, über sechs und 24 Monate. Fair-Flat bedeutet, dass ab einem bestimmten, verbrauchten Datenvolumen nicht etwa zusätzliche Gebühren fällig werden, sondern die Geschwindigkeit des Internetzugangs gedrosselt wird. Bei MoobiCent geschieht dies ab 5 GB im Monat und die Verbindungsgeschwindigkeit wird für den Rest des Monats auf GPRS reduziert.

Vertrag und Kosten
Bei MoobiCent ist es wichtig, die Kündigungsfristen im Auge zu behalten, denn mit der automatischen Laufzeitverlängerung verändert sich auch die Grundgebühr. Sie steigt auf 34,95 Euro. Bei den Verträgen mit 24 Monaten Laufzeit verlängert sich der Vertrag um ein Jahr. Bei den 6-monatigen Verträgen ist es nur ein Monat. Es gibt auch einen einmaligen Bereitstellungspreis von 24,95 Euro.

Die MoobiCent Hardware
Bei MoobiCent gibt es hinsichtlich der Hardware, die den Internetzugang ermöglicht, drei Lösungen. Ist man schon im Besitz eines entsprechenden Surf-Sticks, dann gibt es die SIM-only Option, in der man nur die nötige SIM-Karte bestellt. Wer Hardware benötigt, kann sich zwischen einer Laptop-Karte (PC Express Card) und einem UMTS-Surf-Stick entscheiden. Beide Modelle stammen aus dem Angebot von Vodafone. Der Preis der Hardware ist an die Laufzeit gebunden. Bei sechs Monaten kosten sowohl Laptop-Karte, als auch UMTS-Stick 99,- Euro. Bei 24 Monaten Vertragslaufzeit sind es nur 49,- Euro.

Update 01.02.2009: MoobiCent bietet derzeit nur einen Vertrag über 24 Monate an. An den restlichen Fakten ändert sich nichts!

Der MoobiCent Surf-Stick im Detail
Der Surf-Stick von MoobiCent stammt wie gesagt von Vodafone. Es handelt sich dabei um das Modell MC950D von Novatel. Er unterstützt GPRS, EDGE und UMTS (HSDPA, HSUPA) und läuft unter Windows Vista, XP (ab SP2) und 2000 (ab SP4) und unter dem Betriebssystem Mac OS X 10.4.

Er ist auf dem deutschen Markt der erste UMTS-Stick gewesen, aber trotzdem richtig schnell. Hier einmal die maximal möglichen Geschwindigkeiten.

UMTS (HSDPA) bis zu 7,2 Mbit/s (hardwareseitig)
UMTS (HSUPA) bis zu 1,45 Mbit/s (im Upload, hardwareseitig sogar bis 2,1 Mbit/s)
EDGE bis 384 Kbit/s
GPRS bis zu 53,6 Kbit/s

Wie ist die Verbindungsgeschwindigkeit?
Die reellen Geschwindigkeiten eines jedes UMTS-Sticks hängen ja von verschiedenen Fakten ab. Zunächst beschränkt das Netz an sich die Geschwindigkeit. Das von Vodafone ist in Deutschland in der Regel nur bis 3,6 Mbit/s ausgelegt. Dann kommt noch dazu, dass nicht überall UMTS verfügbar ist, dann wählt sich der Surf-Stick ins langsamere EDGE oder GPRS ein. Im Test schwankte die Geschwindigkeit bei HSDPA zwischen 2 und 2,5 Mbit/s, was für ein angenehmes Surfen sorgte. In Gebäuden war der Empfang schlechter, da die UMTS-Frequenzen durch Mauern teilweise abgeschirmt werden.

Okay, jetzt bin ich schon fast am Ende eingestiegen, aber einige Worte zur Bestellung und Installation sollten nicht fehlen.

MoobiCent bestellen
Die Bestellung gibt man auf der Internetseite von MoobiCent auf. Anschließend bekommt man eine Bestätigungsmail ins Postfach. Danach dauerst es etwa zwei Tage bis SIM-Karte und Surf-Stick geliefert werden. Mit der Hardware bekommt man auch die nötigen PIN und PUK für die SIM-Karte. Bei Erstnutzung muss die SIM-Karte vor dem benutzen telefonisch frei geschaltet werden. Die Anleitung dazu liegt dem Paket bei.

Surf-Stick installieren
Die Erkennung des Surf-Stick erfolgt unter den angegebenen Betriebssystemen automatisch und man kann sich die Software installieren. Sie ermöglicht das Einwählen über die APN (Zugangspunkte) wap.vodafone.de und web.vodafone.de mit der PIN-Nummer, aber auch noch weitere Funktionen, wie etwa die Anzeige, in welchen Funknetz man sich bewegt und auch mit welcher Geschwindigkeit. Danach kann man ganz einfach über einen Browser online gehen. Auch hier wir die Verbindungsart nochmals angezeigt.

Einen Zusatz muss ich noch machen, wenn man permanent angemeldet bleibt, was ja manchmal nötig ist, etwa, wenn man seine E-Mails abruft, dann wird die Sitzung, sprich die Verbindung von Vodafone nach 24 Stunden automatisch beendet. Das dürfte aber wirklich selten vorkommen.

MoobiCent Service
Über den Servicebereich von MoobiCent kann man bequem online seine Rechnungen einsehen und Änderungen bei Zahlungsart etc. vornehmen. Die Zugangsdaten bekommt man mit der Bestätigungsmail bei der Bestellung.

Mein Fazit: Unterm Strich lohnt sich der mobileDSL flat Tarif von MoobiCent. Auf den ersten Blick wirkt er etwas teurer als die Wettbewerber, allerdings punktet er mit einer ganz hervorragenden UMTS-Netzabdeckung! Ich muss nur selten auf EDGE oder GPRS ausweichen.

Mit 5 GB scheint die Drosselung ein wenig früh einzusetzen, aber wer nicht übermäßig Daten aus dem Netz saugt, dem dürften 5 GB locker reichen. Bevor man sich jedoch für mobiles UMTS entscheidet, sollte man die Verfügbarkeit prüfen. Einmal durch die Abfrage bei MoobiCent oder einfach ausprobieren, indem man sich die Hardware leiht und eine Prepaid-Karte von Vodafone nutzt.

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