Surfsticks mit Vertrag oder ohne? – Der Vergleich

USB-Surfsticks bieten einen Festspeicher, auf denen die Provider Software aufspielen, die für die Verwendung der Datennetze nötig ist. Entsprechend werden die Services über SIM-Lock häufig an einen hauseigenen Datentarif gebunden. Der Anschaffungspreis der Surfsticks kann in solchen Fällen geringer ausfallen. Dafür haben Sie allerdings auch entsprechende Kosten über die Laufzeit des Vertrages, auch wenn Sie den Stick nicht nutzen. Je nachdem, wie häufig Sie das mobile Internet über eine Surfstick nutzen, lohnt sich ein Vertrag oder die Prepaid-Variante.

Surfstick mit Vertrag vs. Prepaid Surfstick

Bei der Nutzung des mobilen Internets über eine Surfstick verhält es sich ähnlich wie bei der normalen Mobilfunknutzung. Sie haben die Möglichkeit einen Prepaid-Surfstick zu nutzen oder aber einen Surfstick mit einem Vertrag, der einem eine gewisse Leistung zu den Kosten einer entsprechenden Grundgebühr (und eventuell weiteren anfallenden Aufwendungen) garantiert. Damit Sie sich leichter für eine Variante entscheiden können, stellen wir für Sie die Unterschiede und Vorteile der beiden Möglichkeiten dar.

Datenvolumen und Bandbreite beachten

Für die Nutzung des mobilen Internets – sowohl über einen Vertrag als auch mit einer Prepaid-Lösung – sind dabei das Datenvolumen und die Bandbreite entscheidende Kenngrößen. Das Datenvolumen gibt an, welche Menge an Daten Sie aus dem Internet herunterladen und auch ins Internet hochladen können.

Die Bandbreite gibt hingegen an, mit welcher Geschwindigkeit diese Daten übertragen werden. Beide Größen sind bei der Auswahl des Vertrags oder Prepaid-Pakets zu beachten, da sich so die Kosten berechnen und kontrollieren lassen. Wie hoch dabei das Datenvolumen sein muss, hängt von Ihren Ansprüchen und Ihren Anwendungsgebieten des mobilen Internets ab. Dabei gilt in der Regel: Je höher das Datenvolumen und die Geschwindigkeit, desto höher sind auch die Kosten.

Je nach Nutzungsverhalten kann es dann sinnvoll sein, einen Surfstick mit Vertrag oder einen Prepaid-Surfstick zu nutzen. Die Kosten sind meist auch der wichtigste Faktor bei der Entscheidung. Es gibt aber auch noch andere Punkte, die für einen Vertrag oder eine Prepaid-Lösung sprechen.

Vorteile Surfstick mit Vertrag

Bei einem Surfstick mit Vertrag kann zusätzlich direkt beim Kauf ein Datentarif abgeschlossen werden, damit der Start ins mobile Internet sogleich gelingt. Dieser Vertrag hat eine bestimmte Laufzeit. Je nach Anbieter können Sie unterschiedliche Laufzeiten wählen. In der Regel werden Verträge über einen, zwölf oder 24 Monate angeboten.

Nutzen Sie kurze Vertragslaufzeiten, sind Sie flexibler, müssen aber eine höhere Grundgebühr in Kauf nehmen. Die Mobilfunkanbieter versuchen auch bei Surfsticks, potentielle Kunden mit vergünstigten Angeboten anzulocken. Daher ist auch der Anschaffungspreis des USB-Surfsticks bei einer langfristigen Laufzeit häufig geringer. Ob sich das rentiert, müssen Sie im Einzelfall unter Einbezug der Grundgebühr kalkulieren.

Lassen Sie sich auf eine lange Laufzeit ein, können Sie bis zu 50 % bei der Grundgebühr sparen, sind allerdings auch entsprechend langfristig gebunden. Es hat also einen erheblichen Einfluss auf die Kosten des Vertrages für einen Surfstick, wie lange Sie sich auf einen Anbieter festlegen wollen. Ein umfassender Vergleich von Tarifen der Mobilfunkanbieter bietet sich hier demnach an. Die Verträge der unterschiedlichen Provider unterscheiden sich aber nicht nur in den Punkten Laufzeit und Grundgebühr, sondern natürlich auch in der Leistung. Die Datentarife weisen also folgende Attribute auf:

  • Datentarif mit monatlicher Grundgebühr
  • Unterschiedliche Vertragslaufzeiten möglich, etwa einen, zwölf oder 24 Monate
  • Unterschiedliche Datenvolumina und Geschwindigkeiten wählbar
  • Vertragslaufzeit hat Einfluss auf die Höhe der Grundgebühr
  • Kaufpreis von USB-Surfsticks mit Vertrag häufig günstiger

Vorteile Prepaid-Surfstick

Prepaid-Surfsticks haben den großen Vorteil, dass bei ihnen eine passgenaue Nutzung möglich ist. Sie zahlen nur dann, wenn Sie das mobile Internet über den Surfstick auch benötigen. Dafür müssen Sie wie bei einem Prepaid-Handy die Gebühren im Voraus bezahlen und erhalten die entsprechende Summe als Guthaben. Eine Vertragsbindung gibt es hier nicht.

Das macht die Prepaid-Surfsticks flexibler, auch wenn bei den Surfsticks mit Vertrag mittlerweile auch viele Anbieter monatlich kündbare Angebote im Repertoire haben. Nutzen Sie den Surfstick nur wenige Tage im Monat, kann die Prepaid-Lösung entsprechend günstiger sein. Zusätzlich haben Sie die Kosten für das mobile Internet immer im Blick, da Sie das Guthaben im Vorfeld bezahlen müssen. Auch bei den Prepaid-Paketen für die Datentarife gibt es dabei unterschiedliche Modelle.

Sie können beispielsweise Monats-, Wochen-, Tages- oder Stundenkontingente buchen. Sie erhalten daraufhin ein bestimmtes Datenvolumen, das für den gewählten Zeitraum aktiviert wird, in dem Sie es aufbrauchen können. Der Preis hängt dabei vom Anbieter, dem Datenvolumen und der Bandbreite ab. Die Nutzung von Prepaid-Surfsticks ermöglicht daher:

  • Eine an das Nutzungsverhalten angepasste Auswahl von Datenpaketen
  • Die Wahl unterschiedlicher Datenvolumen und Geschwindigkeiten
  • Eine flexible Nutzung des mobilen Internets
  • Geringe Kosten für Nutzer mit wenig oder unregelmäßigem Verbrauch
  • Volle Kostenkontrolle durch Prepaid-Prinzip

Eigenes Nutzungsverhalten bei der Wahl beachten

Die unterschiedlichen Merkmale der beiden Varianten erfordern, dass Sie Ihr Nutzungsverhalten im Vorfeld reflektieren und die Ergebnisse bei der Auswahl beachten. Wenn bei Ihnen Klarheit darüber herrscht, dass Sie ein bestimmtes Datenvolumen regelmäßig über einen langfristigen Zeitraum benötigen, sind Datentarife auf Vertragsbasis womöglich die bessere Wahl.

Zum einen können in so einem Fall geringere Kosten auf Sie zukommen und zum anderen haben Sie die Bequemlichkeit, im Rahmen Ihres Datenvolumens immer Zugriff auf das Internet zu haben – entsprechende Netzabdeckung vorausgesetzt natürlich. Hier ist aber immer zu beachten, dass die monatlichen Kosten auch getragen werden müssen, wenn der Surfstick nicht benutzt wird. Grundsätzlich ist eine Übernahme des Datenvolumens in den nächsten Monat ebenfalls nicht möglich.

Ob sie nun als Prepaid-Variante oder mit einem Vertrag angeboten werden, technisch gesehen weisen die Surfsticks keine Unterschiede auf. Die entstehenden Kosten unterscheiden sich aber sehr wohl. Welche Variante für Sie die bessere ist, hängt dabei von Ihrem Nutzungsverhalten ab. Bei regelmäßiger Nutzung ist meist eine Variante mit Vertrag die günstigere. Wenn Sie hingegen lieber flexibler sein wollen, nutzen sie am besten Prepaid-Surfsticks. Hier haben Sie die volle Kostenkontrolle und können womöglich Datenvolumen und Kosten einsparen.

Bild: © chika_milan – Fotolia.com

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